Das Rickmersche Portfolio Sparsumme umrechnen

Das RickmerschePortfolio

Ein global diversifizierter ETF-Sparplan mit gezielter Regionen-Steuerung, deutschen Anbietern und physischem Gold — festgeschrieben als dauerhaftes Regelwerk.

Positionen
16
Enthaltene Einzelwerte
über 2.600
Länder
50
Industrieländer
78 %
Schwellenländer
19 %
Gold
3 %

Worum es geht

Das Rickmersche Portfolio verfolgt ein einziges, klar umrissenes Ziel: am weltweiten wirtschaftlichen Wachstum teilzuhaben — und dabei das Risiko so weit wie irgend möglich zu senken.

Sein Mittel dazu ist die breitestmögliche Streuung: über Kontinente, über Industrie- und Schwellenländer, über Branchen und Tausende einzelne Unternehmen hinweg. Je breiter das Kapital verteilt ist, desto weniger hängt das Gesamtergebnis am Schicksal eines einzelnen Wertes, einer einzelnen Branche oder einer einzelnen Volkswirtschaft — unternehmensspezifische Rückschläge werden im großen Verbund aufgefangen.

Anders als ein einzelner Welt-Index überlässt dieses Portfolio die geografische Verteilung aber nicht allein der Marktkapitalisierung, sondern betrachtet die Länderallokation gezielt und steuert sie bewusst. So dominiert kein einzelner Markt das Ergebnis, und kein Klumpenrisiko wächst unbemerkt heran. Wer in die Aktien der ganzen Welt investiert, trägt die Weltwirtschaft als Ganzes — mit all ihren Wachstumszentren, ohne sein Schicksal an eine einzige Region zu binden. Maximale Diversifikation ist hier kein Selbstzweck, sondern das Werkzeug, das Ertragschance und Risikostreuung in Einklang bringt.

Im Hintergrund: die Erde, gefilmt von der Internationalen Raumstation (NASA).

Wohin jeder Euro fließt

Jedes farbig markierte Land ist über mindestens einen Baustein des Sparplans im Portfolio vertreten. Der Prozentwert gibt an, welcher Anteil der monatlichen Sparrate — über alle sechzehn Positionen hinweg verrechnet — auf dieses Land entfällt. Da einzelne Länder in mehreren ETFs enthalten sind (Japan etwa im Japan-ETF und im World ex USA), wurden die Index-Ländergewichte mit der jeweiligen Sparrate multipliziert und aufsummiert.

    Weltkarte der 50 Portfolio-Länder, eingefärbt nach Anteil an der Sparrate. Alle Werte stehen in der Länderliste unter der Karte.
    Anteil an der Sparrate:
    nicht enthalten
    Land antippen oder mit der Maus darüberfahren

    Länderanteile an der Sparrate

    50 Länder, absteigend sortiert

      Methodik: gerundete Näherungswerte auf Basis der Index-Ländergewichte (Stand Juni 2026). Die Gewichte innerhalb der Indizes verschieben sich laufend mit den Marktkapitalisierungen; die Karte zeigt die Größenordnung, keine tagesaktuelle Messung. Gold (3 %) ist keinem Land zugeordnet — die Länderwerte summieren sich daher auf 97 %.

      Zwei Blickwinkel auf dieselbe Sparrate

      Nach Marktreife

      Nach Weltregionen

        Balken proportional zum Anteil an der monatlichen Sparrate. Jede Ansicht ergibt zusammen 100 % (Einzelwerte gerundet).

        Sechzehn Positionen, ein Regelwerk

        Fünfzehn ETFs und ein Gold-ETC, jeden Monat in unverändertem Verhältnis bespart. Die Spalte rechts zeigt den Anteil jeder Position an der monatlichen Sparrate.

        Die sechzehn Positionen des Sparplans, gruppiert nach Industrieländern, Schwellenländern und Gold
        PositionAbgedeckte Länder / RegionISINAnteil an der Sparrate
        Summe100 %

        Einzelwerte: Zusammen halten die ETFs über 2.600 verschiedene Aktien. Gezählt ist nur, was die physisch nachbildenden ETFs laut den Bestandslisten von Xtrackers und Amundi tatsächlich halten (Stand Oktober 2026). Aktien, die in mehreren ETFs stecken, zählen einmal; der ETF, den der MSCI-China-ETF selbst hält, ist aufgeschlüsselt. Nicht mitgezählt sind die Indexwerte der vier Swap-ETFs, Bargeld, Derivate und Geldmarktfonds. Die tatsächliche Zahl liegt daher eher höher.

        Warum diese Aufteilung

        Vier Gründe, die aus einem Welt-Sparplan ein steuerbares Regelwerk machen.

        Die Erde bei Nacht über dem Atlantik: die hellen Lichter Nordamerikas links, Europas oben rechts und Südamerikas unten
        Amerika und Europa bei Nacht (NASA, Black Marble 2012)
        Die Erde bei Nacht mit Europa, Afrika, dem Nahen Osten und Indien; das Niltal und der Persische Golf leuchten hell
        Europa, Afrika, Naher Osten und Indien bei Nacht (NASA, Black Marble 2012)

        Amerika und Europa bei Nacht (NASA, Black Marble 2012)

        1. Regionen statt Blackbox

          Ein einzelner Welt-ETF gewichtet stur nach Marktkapitalisierung — die USA stellen dort rund zwei Drittel, ohne dass der Anleger eingreifen kann. Hier ist jede Region ein eigener Regler: die USA bewusst auf 30 % dosiert, die übrigen Industrieländer mit 36 % dagegen gestellt, Schwellenländer bis auf Länderebene (China, Indien, Korea, Malaysia) einzeln steuerbar.

        2. Doppelte Diversifikation

          USA und World ex USA ergeben zusammen den kompletten Industrieländer-Markt — nur eben in selbst gewählter Mischung. Die Schwellenländer sind in vier Regionalblöcke (Asien-Einzelländer, EM ex China, Lateinamerika, EMEA/GCC) zerlegt, sodass keine Weltgegend von der Entwicklung einer anderen verdeckt wird.

        3. Heimatmarkt in drei Stufen

          DAX, MDAX und SDAX bilden den deutschen Markt über alle Größenklassen ab — vom Weltkonzern bis zum Mittelständler. Zusammen mit den Deutschland-Anteilen in Stoxx 600 und World ex USA entfallen rund 7 % der Sparrate auf den Heimatmarkt.

        4. Kleine Raten, volle Struktur

          Die kleinste Position wiegt nur 1 % — da moderne Broker auch Kleinstsparraten ausführen, lässt sich die Struktur bereits mit geringen Monatsbeträgen vollständig abbilden und verlustfrei auf jede Sparsumme skalieren. Der Rechner am Ende dieser Seite rechnet es vor.

        Der deutsche Anker

        Bewusste Grundsatzentscheidung dieses Portfolios ist die Bevorzugung deutscher Emittenten: Vierzehn der sechzehn Bausteine stammen von Xtrackers, der ETF-Marke der DWS Group mit Sitz in Frankfurt am Main; das Gold wird von der Boerse Stuttgart Commodities GmbH emittiert und in Deutschland verwahrt.

        Mitteleuropa bei Nacht aus dem Weltall: helle Städte in der Poebene und an der Adria, dahinter das dunkle Band der Alpen und die Lichter Süddeutschlands bis zum Horizont
        Mitteleuropa bei Nacht, von der Adria bis nach Deutschland; aufgenommen 2011 von der Internationalen Raumstation (NASA).

        Die Überlegung dahinter: Wer über Jahrzehnte spart, bindet sich an die Rechts- und Einflusssphäre seines Produktanbieters. Ein Anbieter mit Hauptsitz, Aufsicht und Ansprechpartnern im eigenen Land reduziert die Abhängigkeit von ausländischen politischen Einflüssen — etwa Sanktionsregimen, Kapitalverkehrsbeschränkungen oder abstimmungspolitischen Vorgaben großer US-Vermögensverwalter — und hält Wertschöpfung, Steuersubstanz und Verantwortung im Inland.

        Umriss Deutschlands mit Frankfurt am Main und Stuttgart Frankfurt Stuttgart

        Frankfurt am Main: Sitz der DWS Group (Xtrackers). Stuttgart: Sitz der Boerse Stuttgart Commodities GmbH, Emittentin des Goldes.

        Xtrackers (DWS)
        14 von 16 Bausteinen
        Gold
        Boerse Stuttgart Commodities
        Einzige Ausnahme
        SDAX von Amundi, Paris
        Fondsdomizile
        Luxemburg bzw. Irland

        Transparenz-Vermerk

        Eine Ausnahme: Der SDAX-Baustein stammt von Amundi (Paris), da derzeit kein deutscher Anbieter einen SDAX-ETF auflegt. Er bleibt mit 1 % die kleinste mögliche Position, bis eine deutsche Alternative existiert.

        Fondsdomizile: Die Xtrackers-ETFs sind — branchenüblich — als UCITS-Sondervermögen in Luxemburg bzw. Irland aufgelegt. Verwaltung und Verantwortung liegen bei der deutschen DWS; das Sondervermögen ist auch im Insolvenzfall des Anbieters geschützt und unterliegt vollständig EU-Recht.

        Gold ohne Gegenpartei-Land

        Drei Prozent der Sparrate fließen in physisches Gold. Es ist die einzige Position ohne Länderzuordnung — und genau das ist ihre Aufgabe: ein Wertspeicher, der keiner Regierung, keiner Notenbank und keinem Aktienmarkt gehört.

        Ein länglicher, handgegossener Goldbarren mit narbiger Oberfläche, an einem Ende abgetrennt
        Fragment eines Goldbarrens, awarisch, 8. Jahrhundert. The Metropolitan Museum of Art, New York (gemeinfrei).

        0,00 % laufende Kosten

        EUWAX Gold II erhebt laut Anbieter keine Verwaltungs- und keine Verwahrgebühren (TER 0,00 % p. a.). Während klassische Gold-ETCs Jahr für Jahr 0,1–0,6 % des Bestands abschöpfen, bleibt hier die gesamte Goldmenge erhalten — über Jahrzehnte ein erheblicher Unterschied.

        Physisch, in Deutschland verwahrt

        Jede Schuldverschreibung ist zu 100 % mit physischem Gold hinterlegt, gelagert in Deutschland. Kein Lagerort in London oder Zürich.

        Lieferanspruch & Steuerprofil

        Anleger haben einen Anspruch auf physische Auslieferung des Goldes. Gewinne aus physisch besicherten Gold-ETCs mit Lieferanspruch werden nach gefestigter BFH-Rechtsprechung wie Gewinne aus Barrengold behandelt: Nach mehr als zwölf Monaten Haltedauer bleiben sie regelmäßig steuerfrei (§ 23 EStG; keine Steuerberatung).

        Kein Rebalancing, aus Prinzip

        Dieses Portfolio wird nicht rebalanciert. Regionen, die über Jahre stark laufen, wachsen im Depotbestand automatisch über ihre Sparplan-Quote hinaus — und genau das ist beabsichtigt: Gewinner werden nicht beschnitten. Wer die stärksten Positionen regelmäßig zurückstutzt, unterbricht den Zinseszins dort, wo er am kräftigsten arbeitet, löst vorzeitig Kapitalertragsteuer aus und produziert Transaktionskosten. Hier darf eine Region, die sich verzehnfacht, ihr volles Gewicht behalten.

        Die Disziplin wirkt in beide Richtungen: Auch die Sparraten bleiben unverändert. Performt eine Region herausragend, wird ihre Rate nicht erhöht — es wird also nicht teuren Kursen hinterhergekauft. Bricht eine Region ein, wird ihre Rate nicht gesenkt — es wird also auch nicht prozyklisch kapituliert. Die Einzahlungen folgen stur dem Regelwerk; nur die Märkte selbst verschieben die Gewichte.

        Bewusst in Kauf genommene Konsequenz: Die Bestands-Allokation entfernt sich mit den Jahren planmäßig von der Einzahlungs-Allokation dieser Seite. Die Tabelle oben beschreibt, wie gesät wird — nicht, wie die Ernte einmal verteilt sein wird.

        Sparsumme in Raten umrechnen

        Ihr Betrag, aufgeteilt auf die sechzehn Positionen: centgenau und auf ganze Euro gerundet, mit der Rickmerschen oder Ihrer eigenen Gewichtung.

        Das Original auf Ihre Sparsumme übertragen

        Eigene Gewichtung entwerfen

        Sie möchten exakt die Gewichtung des Rickmerschen Portfolios — nur mit Ihrer eigenen Sparsumme? Betrag eintragen, fertig: Die Tabelle zeigt für jede Position die monatliche Rate, centgenau und auf ganze Euro gerundet.

        Verteilen Sie die sechzehn Bausteine nach Ihrer eigenen Überzeugung: Gewichte je Position eintragen (Summe 100 %), Sparsumme wählen — die Tabelle rechnet die monatlichen Raten centgenau und zusätzlich auf ganze Euro gerundet (Largest-Remainder-Verfahren, damit die Summe exakt aufgeht).

        Monatliche Rate je Position
        PositionISINGewicht %centgenauganze €
        Summe———